Herbert Hamak

H 821 N, 2005, Pigment und Bindemittel auf Holz; Leihgabe des Förderkreises für die Kunsthalle Mannheim e.V. seit 2005; © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

1952 geboren in Obereschenbach, Unterfranken, lebt und arbeitet in Hammelburg
1974 - 1979 Studium an der Städelschule, Frankfurt am Main


Herbert Hamak hinterfragt den Begriff der zweidimensionalen Malerei, indem er seine Arbeiten zu räumlichen Farbblöcken erweitert. Seine Werke sind Farbkörper, deren Grundsubstanz aus einem zunächst flüssigen Gemisch aus Kunstharz, Wachs und Farbpigmenten besteht, das sich - in Formen gegossen - durch entsprechende Bindemittel langsam zu einem Bildkörper verfestigt. Am Ende des Werkprozesses steht kein absolut planbares Werk, sondern ein bis zu einem gewissen Grad unvorhersehbares bildnerisches Ergebnis. Meist sind die Farbkörper annähernd monochrom, auch wenn sie bisweilen kleinere Verfärbungen, Unregelmäßigkeiten und Einsprengsel aufweisen. Hamak verbindet die Farbe mit der Raum verdrängenden Präsenz des Materials. In Verbindung mit Licht werden die Farbkörper zu energetischen Feldern, zu ästhetischen Eigenräumen, die auf den Betrachter eine ausgesprochen meditative Wirkung haben.