elbstbildnis aus Draht, um 1959, Draht; Leihgabe des Förderkreises für die Kunsthalle Mannheim e.V. seit 2007; Schenkung aus Privatbesitz Mannheim; © Kunsthalle Mannheim
Heinz R. Fuchs · Selbstbildnis aus Draht
13. Juni 2017
Grand nu couché, 1928, Bronze; Exemplar 5/9; Leihgabe des Förderkreises für die Kunsthalle Mannheim e.V. seit 1999; Erworben aus Spenden mit besonderer Unterstützung der Firmen Lochbühler zum 125-jährigen und Rack & Schuck zum 100-jährigen Firmenjubiläum; © VG Bild-Kunst, Bonn 2013
Jean Fautrier · Grand nu couché
13. Juni 2017

Barry Flanagan
Founders Tree

 
Founders Tree, 1980, Bronze, Leihgabe des Förderkreises für die Kunsthalle Mannheim e.V. seit 1990, © The Estate of Barry Flanagan, Courtesy Plubronze Ltd
Founders Tree, 1980, Bronze, Leihgabe des Förderkreises für die Kunsthalle Mannheim e.V. seit 1990, © The Estate of Barry Flanagan, Courtesy Plubronze Ltd
1941 geboren in Prestatyn, Wales
1957 - 1958 Studium am College of Art and Crafts, Birmingham
1964 - 1966 Studium an der St. Martin's School of Art, London
1967 bis 1971 Dozent an beiden Schulen
1982 Teilnahme an der Biennale in Venedig und an der documenta VII in Kassel
2009 gestorben in Eulalia del Río, Ibiza

Das Werk des englischen Bildhauers, der in den sechziger Jahren bei Anthony Caro in London studierte, ist gekennzeichnet durch seinen disparaten Charakter. So unterschiedlich die Arbeiten formal jedoch erscheinen, geht es Flanagan grundsätzlich stets um die Erkundung des Zusammenhangs von Konzept und Form, von Inhalt und Material. Seine frühen, der Arte Povera nahe stehenden Arbeiten verblüfften durch die überraschende Kombination ungewöhnlicher Materialien mit bestimmten Motiven und Formen. In den siebziger Jahren kehrte er zu traditionelleren Werkstoffen wie Marmor und anderen Steinarten sowie Bronze zurück. Der für sein Werk typisch hintergründige Humor tritt besonders in seinen Tier-Statuen in Erscheinung. Seit 1987Jahren ist es neben allerlei anderen Tieren wie Fröschen oder Elefanten vor allem der symbolträchtige Hase, der in skurrilen, heiter vitalen Darstellungen – mal fliegend, mal tanzend – die Ernsthaftigkeit der künstlerischen Avantgarde ironisch hinterfragt. Die Bronzeplastik Founders Tree, zu übersetzen mit „Der Baum des Gründers/Stifters“ oder aber „Der Baum des (Metall-)Gießers“, ist dagegen vergleichsweise konventionell. Sie zeigt einen Baum mit lianenartigen Auswüchsen, dessen Laubwerk zu einer geschlossenen Decke mit rauher, schrundiger Oberfläche zusammengefasst ist. Die lebendige Natur, das organisch Gewachsene scheint im Fluss, im Werden erstarrt. Die graugrüne bis ockerbraune Farbigkeit der Patinierung erinnert an herbstlich gefärbtes Laub und damit an Vergänglichkeit.

IH