Der graue Garten III (zweiteilig), 1992, Holz; Leihgabe des Förderkreises für die Kunsthalle Mannheim e.V. seit 1996; gestiftet von Peter Eisenlohr; © Joanna Przybyla, Kunsthalle Mannheim
Joanna Przybyla · Der graue Garten III (zweiteilig)
14. August 2017
Paysage international peint à Trièves (Triptychon), 1998, Öl auf textilem Bildträger; Leihgabe des Förderkreises für die Kunsthalle Mannheim e.V. seit 2007. Das Triptychon wurde erworben mit Spenden von: Förderkreis für die Kunsthalle Mannheim e.V.; Fuchs Petrolub AG; Heinrich-Vetter-Stiftung; Intertreu GmbH; Mannheimer AG Holding; Peter Künzler - Künzler Service GmbH; Wilhelm Müller Stiftung. Eheleutee Hans Bichelmeier; Heinz block; Reiner Brecht; Dr. Hans-Georg Bubam; Andreas Burger; Elisabeth Burger; Manfred Crisand; Walter Dachtler; Inge Dunder; Margot Effenberg; Heidi Egger; Prof. Dr. Carl-Heinrich Esser; Paul O. Farny; Dr. Klaus-Hermann Faso; Ehleute Dr. John Feldmann; Peter Foerstner; Eheleute Dr. Jürgen Hambrecht; Eheleute Dr. Dieter Hasselbach; Eheleute Dr. Hans-Werner Hector; Dr. Norbert Heine; Werner Herold; Frigga Holzner; Gudrun Honsel; Dr. Günther Horneff; Dr. Brigitte Kaeppele; Alois Kasper; Dr. Ernstlothar Keiper; Bertemarie Kiderlen; Gesa Knapp; Eheleute Heinz Knopf; Dr. Wolf Krahn; Wolfgang Kühner; Bärbel Leder; Laura Liao; Siegfried H. Liebchen; Dip.-Ing. Christoph Lieher; Guenter List; Ursula Löffers; Ruth Lurz; Karlheinz Mehler; Prof. Dr. Dr. Joachim Mühling; Dr. Bernd Ruediger Mund; Dr. Ingeborg Nikitopoulos; Walter Oechler; Joachim Peters; Barbara Prtuné; Dr. med Agnes Pschorn; Peter Roemer; Dr. Bernd Ruppert; Cornelia Sawicki; Werner Sax; Dr. Thomas Schaub; Ursula Schenk; Dipl. Ing. Karl Schmucker; Dorothea Schoening; Dr. Walter Schweizer; Karl Peter Schweyer; Eheleute Dip.-Kfm. Bernhard L.Siegel; Helga Stechel; Dr. Lothar Stöckbauer; Gisela Strickler; Dr. Hans Joachim Treutler; Dr. Paul Unterstaller; Eheleeute Dr. Thomas Veit; Anna Getrud Weber; Ursula Weckauf; Claudia Weissfolg; Eheleute Bernd Werz; Margita Wickenhäuser; Gerda Willing; Doris Wolf; Dr. Josef Zimmermann; Peter Zimmermann; © VG Bild-Kunst, Bonn 2013
Yan Pei-Ming · Paysage international peint à Trièves (Triptychon)
14. August 2017

Werner Pokorny
Kopfüber

 
Kopfüber, 1994, Iroko-Holz (mit Farbspuren); Leihgabe des Förderkreises für die Kunsthalle Mannheim e.V. seit 1996; gestiftet von Andreas Plattner, Mannheim; © VG Bild-Kunst, Bonn 2013
Kopfüber, 1994, Iroko-Holz (mit Farbspuren); Leihgabe des Förderkreises für die Kunsthalle Mannheim e.V. seit 1996; gestiftet von Andreas Plattner, Mannheim; © VG Bild-Kunst, Bonn 2013
Lebt und arbeitet in Ettlingen

1949 geboren in Mosbach
1971 - 1976 Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Hans Baschang, Horst Egon Kalinowski und Günter Neusel
1974 - 1976 Studium der Kunstgeschichte an der Universität Karlsruhe und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe
1988 Villa Romana, Gastaufenthalt
1989 Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg
1989 - 1990 Gastprofessur an der Staatl. Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe
Seit 1998 Professur für Allgemeine künstlerische Ausbildung, Schwerpunkt Bildhauerei, an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart

Werner Pokorny ist 1. Vorsitzender des Künstlerbundes Baden-Württemberg.

Pokornys bevorzugte Materialien sind Eisen und Holz, die er mit dem Schweißgerät bzw. der Kettensäge bearbeitet. Auf einfache typische Signalformen gebracht, beschränkt er sich seit Anfang der 80er Jahre weitgehend auf das Motiv des Hauses. Das Verhältnis von innen und außen, die Dialektik zwischen Geschlossenheit und Offenheit sowie die Frage nach Gleichgewicht, Stabilität und Labilität sind Themen, die hier behandelt werden und sich wie bei der 1994 entstandenen Arbeit Kopfüber existentiell deuten lassen. Zu sehen ist ein schräg auf den Kopf gestelltes „Haus“. Neun grob aus dem Stamm gesägte, stelzenartige Pfeiler, die das Dach tragen, ragen in die Höhe. Das Haus erfüllt normalerweise das Bedürfnis des Menschen nach Schutz und Geborgenheit. Indem Pokorny seine hausähnliche Form auf den Kopf stellt, in eine bedrohliche Schräglage bringt, das Innere durchhöhlt und öffnet, verliert es seine gewohnte Funktion, spricht von der Angst, Behausung und damit Sicherheit zu verlieren. Dieses uralte Daseinsproblem wird mithilfe der rohen, ungeschönten und spontanen Art der Bearbeitung, durch die einfache Formensprache und das kraftvolle, natürliche Material eindrücklich ins Bild gesetzt.

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