Geschichte

Geschichte des Förderkreises

1977 hatte ein Kreis von sieben Personen die Idee, unseren Förderkreis zu gründen. Es waren Renate Späh sowie Dr. Erhard Bieneck, Prof. Dr. Heinz Fuchs, Prof. Emil Frey, Helmut Gräßlin, Prof. Robert Haeusser und Prof. Gunther Kurtz. Die Gründungsversammlung und sogleich erste Mitgliederversammlung des Förderkreises für die Kunsthalle Mannheim e.V. fand am 23. November 1977 in der Kunsthalle statt. Die Anzahl der Mitglieder betrug zu diesem Zeitpunkt bereits 42 Personen. Erklärtes Programm des Förderkreises war: „Der Förderkreis für die Kunsthalle Mannheim e.V. dient dem Ausbau und Erweiterung der Bestände der Kunsthalle als einer Sammlung von Meisterwerken der Plastik, Malerei und Graphik sowie der auf die Sammlungen bezogenen wissenschaftlichen Forschung und Weiterbildung interessierter Bürger und Jugend auf dem Gebiet der bildenden Kunst.“

Mit dieser Zielsetzung stellte sich der Förderkreis bewusst in die Tradition des 1911 vom ersten Direktor der Mannheimer Kunsthalle gegründeten „Freien Bund zur Einbürgerung der bildenden Kunst in Mannheim“, einem der ersten Fördervereine, die für ein Museum in Deutschland ins Leben gerufen wurden.

Von 1977 bis 1981 war Dr. Hans Freiensehner der erste Vorsitzende des Förderkreises. Es folgte ihm vom 1982 bis 1987 Dr. Henner Puppel. Schon Ende der 1970er Jahre war es einer Initiative des Förderkreises maßgeblich zu verdanken, dass der seit Beginn der Kunsthalle Anfang des 20. Jahrhunderts geplante Erweiterungsbau errichtet und 1983 schließlich eingeweiht werden konnte. Wiederum war – wie schon beim Jugendstil-Altbau – in erheblichem Maße auf private Mittel zurückgegriffen worden. Von 1987 bis 2002 war Hans Bichelmeier Vorsitzender, während dessen Amtszeit sich die Mitgliederzahl versiebenfachte. Anschließend war von 2002 bis 2016 Herr Dr. Hanns Dieter Hasselbach Vorsitzender des Fördererkreises, dessen großartigen Einsatz es mit zu verdanken war, dass das Ehepaar Hector den alten Erweiterungsbau ersetzenden und 2017 zu eröffnenden Neubau der Kunsthalle mit einer großzügigen Spende der Hector-Stiftung von EUR 50 Mio. unterstützte.

Erklärtes Ziel des Förderkreises war es von Anfang an, den Sammlungsbestand der Kunsthalle zu erweitern. Das Spektrum der mittlerweile annähernd 260 Werke, darunter ein großes Konvolut an Keramik, ist breit. Der Akzent der Ankäufe liegt auf dem Bereich Skulptur, dem Sammlungsschwerpunkt der Kunsthalle. Aber auch bei der Erwerbung des Bildnis „Herbert Tannenbaum“ von Max Beckmann aus dem Jahr 1947 war der Förderkreis beteiligt. Viele bedeutende Erwerbungen von wichtigen Werken zeitgenössischer Künstler von internationalem Rang hat der Förderkreis seit seiner Gründung zur Erweiterung der bedeutenden Sammlung der Mannheimer Kunsthalle tätigen können. Unter der Rubrik „Unsere Sammlung“ sind die wichtigsten für die Kunsthalle erworbenen Werke dargestellt.

Das Engagement des Förderkreises beschränkt sich keineswegs auf die Erweiterung der Sammlung. Immer wieder waren der Vorstand und das Kuratorium offen dafür, der Kunsthalle bei verschiedensten musealen Aufgaben zu helfen. So wurden nicht nur wissenschaftliche Forschungsvorhaben und Restaurierungsprojekte, sondern auch die Arbeit der Kunstvermittlung unterstützt, insbesondere das Sommerferienprogramm für Kinder.

Im Jahr 2017 feiert der Förderkreis sein 40-jähriges Jubiläum und kann mit Stolz auf sein Wirken zurückblicken. Die anlässlich dieses Jubiläums erstellte Publikation über die von dem Förderkreis getätigten Ankäufe wird jedem (Neu-)Mitglied zugesandt und wird auch im Museumsshop der Kunsthalle zu erwerben sein.