Jon A. Kessler

Max, 1992, Photographie auf Plexiglas, Aluminium, Holz, ausgestopfter Vogel, Licht, Motor; Leihgabe des Förderkreises für die Kunsthalle Mannheim e.V. seit 2006; Schenkung der Galerie Max Hetzler, Berlin; © Jon A. Kessler, Kunsthalle Mannheim
North 9th Street (Garage), 1987, Mixed Media mit Licht und Motor; Leihgabe des Förderkreises für die Kunsthalle Mannheim e.V. seit 2006; Schenkung der Galerie Max Hetzler, Berlin; © Jon A. Kessler, Kunsthalle Mannheim
Path of a Carp, 1987, Mixed Media, Lampen, Elektronik, Motoren und ein Goldfisch; Leihgabe des Förderkreises für die Kunsthalle Mannheim e.V. seit 2006; Schenkung der Galerie Max Hetzler, Berlin; © Jon A. Kessler, Kunsthalle Mannheim
Basel, 1988, Mixed Media mit Licht und Motor; Leihgabe des Förderkreises für die Kunsthalle Mannheim e.V. seit 2006; Schenkung der Galerie Max Hetzler, Berlin; © Jon A. Kessler, Kunsthalle Mannheim
Anti-Vertigo-Machine, 1989, Mixed Media mit Licht und Motor; Leihgabe des Förderkreises für die Kunsthalle Mannheim e.V. seit 2006; Schenkung der Galerie Max Hetzler, Berlin; © Jon A. Kessler, Kunsthalle Mannheim
Der Kurs, 1989, Mixed Media mit Licht und Motor; Leihgabe des Förderkreises für die Kunsthalle Mannheim e.V. seit 2006; Schenkung der Galerie Max Hetzler, Berlin; © Jon A. Kessler, Kunsthalle Mannheim
Heart of a Man, 1989, Mixed Media mit Licht und Motor; Leihgabe des Förderkreises für die Kunsthalle Mannheim e.V. seit 2006; Schenkung der Galerie Max Hetzler, Berlin; © Jon A. Kessler, Kunsthalle Mannheim

1957 geboren in Yonkers, New York, lebt und arbeitet in New York, USA
1980 S.U.N.Y. at Purchase, New York, B.F.A.
1981 Whitney Museum Independent Study, Studio Program, New York
1994 Privatdozent an der School of the Arts, Division of Visual Arts, Columbia University, USA


Jon Kessler gehört zu den renommiertesten Künstlern der USA. Seine Werke zeichnen sich nicht nur durch ihre eindrucksvolle Zeitbezogenheit aus, sondern auch durch ihre technoide Wucht und die Originalität der Umsetzung. Kessler ist, ähnlich wie Jean Tinguely, ein Konstrukteur, der aus banalen Alltagsgegenständen kinetische Objekte baut. Von kleinen, zum Teil computergesteuerten Motoren angetrieben, werden szenische Bildwelten bewegt, die ebenso skurril wie poetisch erscheinen. Aus den Versatzstücken der alltäglichen Wirklichkeit, aus Glühbirne, Fön und Jalousien, aus Spielzeugfiguren, Fototapeten und Plastikblumen setzt Kessler seine künstlichen Szenerien zusammen und attackiert damit in spielerischer und improvisierter Leichtigkeit unsere Wahrnehmung der Welt. „Die sozialen und psychologischen Referenten in Kesslers Werk“, so Peter Weibel, „in dem die Materialien konkrete materialistische Bedeutungen darstellen, und die Mechanik der Bühne, welche die Welt bedeutet, als Mechanismus eines radikalen Spektakels gezeigt wird, verweisen auf die Momente der Desintegration und Rekonfiguration. Dies geschieht weder als Trauerarbeit noch in Agonie, sondern in einem fröhlichen Anarchismus, der die Grenzen der Historizität überwindet. So gelingen ihm lichtkinetische Objekte, die nicht die Fundamente der eigenen Kultur und der Moderne, den Glauben an die Revolution und die Maschinen feiern, sondern im Gegenteil dem Unbehagen und dem Ungenügen in der eigenen Kultur und der Sehnsucht nach dem Anderen, der fremden Kultur, Ausdruck geben. Insofern ist die Multimedialität von Kesslers Werk Ausdruck von Multikulturalität und Inkommensurabilität."