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BUCHCLUB

In regelmäßigen Abständen treffen wir uns in einem Café oder einer Bar, um uns über Gelesenes auszutauschen! Ihr habt Lust teilzunehmen oder einen Buchvorschlag – schreibt uns gerne eine Nachricht an artgenossen(a)artgenossen-mannheim.de!

30. März 2022

Florian Illies – Liebe in Zeiten des Hasses

Als Jean-Paul Sartre mit Simone de Beauvoir im Kranzler-Eck in Berlin Käsekuchen isst, Henry Miller und Anaïs Nin wilde Nächte in Paris und „Stille Tage in Clichy“ erleben, F. Scott Fitzgerald und Ernest Hemingway sich in New York in leidenschaftliche Affären stürzen, fliehen Bertolt Brecht und Helene Weigel wie Katia und Thomas Mann ins Exil. Genau das ist die Zeit, in der die Nationalsozialisten die Macht in Deutschland ergreifen, Bücher verbrennen und die Gewalt gegen Juden beginnt. 1933 enden die „Goldenen Zwanziger“ mit einer Vollbremsung. Florian Illies führt uns zurück in die Epoche einer singulären politischen Katastrophe, um von den größten Liebespaaren der Kulturgeschichte zu erzählen: In Berlin, Paris, im Tessin und an der Riviera stemmen sich die großen Helden der Zeit gegen den drohenden Untergang.   Gemeinsam besuchen wir die Lesung von Florian Illies im Literaturhaus Darmstadt. Los geht’s um 19:30 Uhr. Schreibt uns eine Mail, wenn ihr euch anschließen möchtet!

25. Mai 2022

Johann König – Blinder Galerist

Andy Warhol, Isa Genzken, On Kawara, Rosemarie Trockel – von Kindheit an ist Johann König umgeben von großen Künstlern und ihrer Kunst. Mit zwanzig gründet er eine Galerie, obwohl er kaum etwas sieht.Was bedeutet es, nicht sehen zu können und Galerist zu werden? Wie kann man sich Kunst erschließen, wenn man sich auf seine Augen nicht verlassen kann? Was ist Sehen überhaupt, wenn die Welt um einen herum verschwimmt? Als Kind bekommt Johann König von Gerhard Richter Indianerkassetten geschenkt. Sein Vater Kasper nimmt ihn mit in die Städelschule und nach New York in das Atelier von Jeff Koons. Ein tragischer Unfall mit zwölf Jahren wirft ihn komplett aus der Bahn. Am tiefsten Punkt erkennt er, dass Kunst seine Rettung ist. In einer Betonkirche aus den Sechzigern betreibt er heute eine der spektakulärsten Galerien Deutschlands.

27. Juli 2022

Hans Ulrich Obrist - Kuratieren!

„Kuratieren“ ist zu einer coolen Parole geworden – der Begriff expandiert vom Metier der Museumsleute in alle Lebensbereiche und erfasst ein Lebensgefühl, in dem nahezu alles zur Kunstform wird. Hans Ulrich Obrist schildert, worum es bei seiner Arbeit geht. Welche Bedeutung hat dieser gewaltige Energiestrom der Kunstszene für das Verständnis unserer Gegenwart? Und was ist die Philosophie hinter dem „Kuratieren“? Obrist, der mit 24 Jahren seine erste Ausstellung in seiner Küche kuratiert hat, erzählt von seinem Weg, von befreundeten Künstlern wie Gerhard Richter, Peter Fischli und David Weiss oder Alighiero Boetti und vom obsessiven Leben mit der Kunst und für die Kunst.

28. September 2022

Käthe Kollwitz – Ich sah die Welt in liebevollen Blicken: Ein Leben in Selbstzeugnissen

Das US-Magazin Saturday Review erklärte die Tagebücher der Künstlerin Käthe Kollwitz zum „Testament der Menschlichkeit“. Die Grafikerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz zählt zu den bekanntesten deutschen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Von ihren Zeitgenossen hoch geschätzt und 1919 als erste Frau in die Preußische Akademie der Künste gewählt, war sie 1933 weit über Deutschlands Grenzen hinaus anerkannt und musste doch erleben, dass ihre Kunst von den Nationalsozialisten aus der Öffentlichkeit verbannt wurde. In ihren Bildwerken ging es immer um das Leben, immer gegen Krieg und Gewalt. Ihre Tagebücher, in denen sie uns auf anrührende Weise Einblick in ihr Privatleben, in ihre Rolle als Mutter, Ehefrau und Künstlerin, in ihre Ansichten über Malerei und Politik gibt, rechnete Theodor Heuss zu den „wenigen und wohl bleibenden Veröffentlichungen dieser Gattung“.

30. November 2022

Francoise Gilot – Leben mit Picasso

„Leben mit Picasso“ ist ein Buch über den Mann, Menschen und Maler Pablo Picasso, aber auch ein Buch über die Beziehung zweier Menschen. Der von Picasso und der jungen Malerin Françoise Gilot, die zehn Jahre mit ihm verbrachte, die Kinder Claude und Paloma mit ihm hatte und irgendwann ihren eigenen Weg gehen musste.

AUSGELESEN

Marina Abramović – Durch Mauern gehen

Sie hat die Grenzen der Kunst gesprengt: sich gepeitscht, mit einer Glasscherbe ein Pentagramm in den Bauch geritzt, ein Messer in die Finger gerammt. Sie ist 2500 Kilometer auf der Chinesischen Mauer gegangen, zwölf Jahre in einem umgebauten Citroën-Bus durch die Welt gefahren und hat ein Jahr bei den Aborigines in Australien gelebt. Spätestens seit »The Artist is Present« – ihrer berühmten Performance 2010 im New Yorker Museum of Modern Art – gilt Marina Abramović in der ganzen Welt als Kultfigur. In ihren Memoiren blickt Abramović zurück auf sieben Lebensjahrzehnte als charismatische Künstlerin und Grenzgängerin. Von ihrer strengen Kindheit im kommunistischen Jugoslawien, wo sie bei ihren der politischen Elite nahestehenden Eltern im Schatten Titos aufwuchs – bis hin zu ihren jüngsten Aktionen, bei denen sie die Seele von Millionen von Menschen mit der Kraft ihres Schweigens berührte.

Sarah Thornton – Sieben Tage in der Kunstwelt

Nach welchen Regeln funktioniert die Kunstwelt? Wer entscheidet, welcher Künstler einer der ganz großen (und ganz teuren) wird? Was treibt die Sammler, die Galeristen – und was bedeutet all das für die Kunst und die Künstler selbst? Mit dem Handwerkszeug einer Ethnologin erkundet Sarah Thornton diese einzigartige Welt aus Kreativität, Geschmack und Macht, aus Status, Hoffnung, Geld und Intrigen. Sie hat mit über 250 Insidern, Künstlern, Galeristen, Kritikern, Kuratoren und Sammlern gesprochen und ist als kritische Beobachterin für eine Zeit selbst Teil der Kunstwelt geworden. Ihr Buch schildert lebensprall und gespickt mit intelligentem Klatsch und Tratsch die Menschen und Instituitionen, die die Kunstgeschichte der Zukunft schreiben.

Linda Nochlin – Why Have There Been No Great Women Artists?

Viele Wissenschaftler haben Linda Nochlins bahnbrechenden Essay über Künstlerinnen als den ersten echten Versuch einer feministischen Kunstgeschichte bezeichnet. In ihrem revolutionären Essay weigerte sich Nochlin, die Frage zu beantworten, warum es keine großen Künstlerinnen gegeben hatte, und demontierte stattdessen das Konzept der Größe selbst, indem sie die grundlegenden Annahmen, die das männlich-zentrierte Genie in der Kunst hervorgebracht hatten, enträtselte.