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BUCHCLUB

In regelmäßigen Abständen treffen wir uns in einem Café oder einer Bar, um uns über das Gelesene auszutauschen. Aktuell finden unsere Treffen via Zoom statt. Schreibt uns gerne eine Nachricht (artgenossen@artgenossen-mannheim.de) und wir schicken Euch den Link zu unserem nächsten Buchclub zu!

6. Mai 2021, Donnerstag, 20 Uhr

Linda Nochlin – Why Have There Been No Great Women Artists?

Viele Wissenschaftler haben Linda Nochlins bahnbrechenden Essay über Künstlerinnen als den ersten echten Versuch einer feministischen Kunstgeschichte bezeichnet. In ihrem revolutionären Essay weigerte sich Nochlin, die Frage zu beantworten, warum es keine großen Künstlerinnen gegeben hatte, und demontierte stattdessen das Konzept der Größe selbst, indem sie die grundlegenden Annahmen, die das männlich-zentrierte Genie in der Kunst hervorgebracht hatten, enträtselte.

5. August 2021, Donnerstag, 20 Uhr

Sarah Thornton – Sieben Tage in der Kunstwelt

Nach welchen Regeln funktioniert die Kunstwelt? Wer entscheidet, welcher Künstler einer der ganz großen (und ganz teuren) wird? Was treibt die Sammler, die Galeristen – und was bedeutet all das für die Kunst und die Künstler selbst? Mit dem Handwerkszeug einer Ethnologin erkundet Sarah Thornton diese einzigartige Welt aus Kreativität, Geschmack und Macht, aus Status, Hoffnung, Geld und Intrigen. Sie hat mit über 250 Insidern, Künstlern, Galeristen, Kritikern, Kuratoren und Sammlern gesprochen und ist als kritische Beobachterin für eine Zeit selbst Teil der Kunstwelt geworden. Ihr Buch schildert lebensprall und gespickt mit intelligentem Klatsch und Tratsch die Menschen und Instituitionen, die die Kunstgeschichte der Zukunft schreiben.

2. September 2021, Donnerstag, 20 Uhr

Marina Abramović – Durch Mauern gehen

Sie hat die Grenzen der Kunst gesprengt: sich gepeitscht, mit einer Glasscherbe ein Pentagramm in den Bauch geritzt, ein Messer in die Finger gerammt. Sie ist 2500 Kilometer auf der Chinesischen Mauer gegangen, zwölf Jahre in einem umgebauten Citroën-Bus durch die Welt gefahren und hat ein Jahr bei den Aborigines in Australien gelebt. Spätestens seit »The Artist is Present« – ihrer berühmten Performance 2010 im New Yorker Museum of Modern Art – gilt Marina Abramović in der ganzen Welt als Kultfigur. In ihren Memoiren blickt Abramović zurück auf sieben Lebensjahrzehnte als charismatische Künstlerin und Grenzgängerin. Von ihrer strengen Kindheit im kommunistischen Jugoslawien, wo sie bei ihren der politischen Elite nahestehenden Eltern im Schatten Titos aufwuchs – bis hin zu ihren jüngsten Aktionen, bei denen sie die Seele von Millionen von Menschen mit der Kraft ihres Schweigens berührte.